Erfolgswelle der Herren 1
Geschrieben von: Christoph Hein   
Montag, den 22. Januar 2018 um 16:49 Uhr

Wir bekennen uns schuldig, zuletzt auf der Homepage etwas geschludert zu haben. Berichte, Anekdoten, Bilder und vorallem kontinuierliche Erfolgsmeldungen haben wir nur auf unserer social media Plattform gepostet. Um bei den aktuellen Episoden den Handlungsstrang vollends zu verstehen, empfehlen wir eine gründliche Nachlese. Als kleinen Anschmecker hier unser Werk vom letzten Streich in Plauen:

 

Another Day in the Office aka die Schattenseiten des Erfolgs Volume TWO

Samstag 10 Uhr, der Wecker klingelt unbarmherzig wie sonst nur die Zeugen an der Haustür. Das Büro und sein ewig grauer Alltag ruft. Wäre doch einfach nur Wochenende, wie für alle anderen. Doch zwingt der Tex Arbeitsvertrag uns auch diesen Samstag wieder unserer Pflicht nach zu gehen. Mitten in der Nacht schält man sich somit aus dem Bett, dem Feierabend schon jetzt herbei fluchend. Auf Dauer ist so etwas unmenschlich und nicht zumutbar. Doch die biedermeierische Angst sich gegen den Arbeitgeber aufzulehnen, lässt einen auch diesmal wieder in die Schuhe schlüpfen. Wenigstens unterwegs noch einen Kaffee aufsammeln am Treffpunkt der Arbeitsfahr- und Arbeitsleidensgemeinschaft. Scheinbar gibt es mittlerweile mehr als ein MC Donalds im Ort und mehr als nur einen Treffpunkt für die Fahrgemeinschaft. Kehrtwende und einmal quer durch die Stadt zum anderen MCD. Das pünktliche stechen der Arbeitsstechuhr rückt in weite Ferne... der Chef wird toben.
Glücklicherweise sind seit diesem Jahr auf den deutschen Highways wie in den USA die linken Spuren für Fahrgemeinschaften vorgesehen. Noch gar nicht richtig auf Arbeit angekommen, schon gibt es die übereifrigen Kollegen, die sich schon mal mit der aktuellen Liquitätsprüfung beschäftigen. Das Ergebnis war in 20 Formen positiv.
Wie immer sind irgendwelche Kollegen krank oder im Urlaub, nur man selber hat nie einen freien Tag. Mehr arbeiten tu ich trotzdem nicht. Rein ins 6-Mann Großraumbüro, immer die gleichen Gesichter, die einen Samstag für Samstag mit toten Augen angucken. Entsprechend schwer kommt man in den Arbeitstag. Erst als Diagonal Abteilungsleiter Matze mehrfach ein massives „Guten Morgen“ in den Raum wirft, kann man etwas wie Leben im Büro feststellen. Mühsam mühsam schleppt man sich gen Frühstückspause. Kaffee gekocht hat auch wieder keiner. Immer wieder nerven zusätzlich die Kollegen Raik und Toffi von der Schadensregulierung mit ihrem Arbeitseifer. Aber auch weil Sie mit bekommen haben, dass der CEO heute im Hause ist. Endlich die Uhr schlägt 25:20 Uhr. Frühstückspause - Kaffee und Kippe
Wie nach jeder Pause fällt es wieder schwer, wieder in den Flow zu kommen. Die Kollegen vom Nachbarbüro Plauen blockieren immer wieder den Kopierer. Es nervt einfach nur. Wäre nicht alles schon belastend genug, kommt auch noch Sicherheitsonkel Christian ins Büro. Glücklicherweise irrt er sich im Büro und führt im Plauener Nachbarbüro ein internes Annahme Audit nach DIN ISO HÜHÜ durch. Dabei traten einige Defizite und Findings auf. Hätte ihr mal den Kopierer nicht blockiert. Mit der Forderung nach sofortiger Abstellung gehen wir Punkt 25:20 Uhr (mal die Batterien in der Uhr wechseln) zur Mittagspause. - Kaffee, Kippe und Bockwurst
Nach der Mittagspause werden die Augen und Körper noch schwerer als ohne hin schon. Die Arbeitsmotivation und geistige Kapazität sind nun auf Beamtenniveau. Nur nicht stressen lassen. Was wir heute nicht gewinnen, gewinnen wir dann eben morgen. Büroklammern alle und auf den meisten Monitoren statt Geschäftsbilanzen, SAP, Excel oder wenigstens Word, nur noch Blobby Volley oder Google Suchanfragen „Was essen heute abend?“. Bereichsleiter Torsten wird es zu bunt, sieht er doch seine Gewinnbeteiligung gefährdet. Er greift ein und wechselt vom theoretischen Schreibtisch in die praktische Abteilung. Einem deutschen Ingenieur ist eben nix zu schwör.. manchmal aber zu hoch oder zu kurz. Apropos kurzer Blick ins Outlook, hätten wir doch fast ein wichtiges Meeting verpasst. 25:27 Uhr wird Kollege Mauke schön mit Schnittchen in die Rente verabschiedet. Also erst Mal Pause – Kaffee, Kippe und Mettigel
Letzter Akt und auf einmal Hektik im Büro. Es hat sich herum gesprochen, dass die jungen Praktikantinnen aus dem Büro am Ende des Flurs Feierabend haben und jetzt bei unserem Büro flanieren. Auf einmal wird in die Hände gespuckt und angepackt. Kurz vor Feierabend wird gelocht und abgeheftet, als ob es kein morgen mehr gibt. Vorzeigearbeiter Toffi appelliert daran heute 25:12 Uhr Feierabend zu machen. Bloß keine Überstunden zum Samstag. Und es kam wie es kommen musste. WIEDERHOLUNGSAUDIT ANNAHME diesmal mit 4 Prüfern. Wieder trifft es unser Nachbarbüro der Abteilung Plauen. Mängel konnten nun nicht mehr beschönigt werden. Die Zertifizierung wackelt und fällt am Ende. Haben wir nochmal Glück gehabt. Pünktlich 25:12 Uhr macht der Letzte das Licht aus im Büro. Feierabend für heute und es ist Zeit für die Damen der Reinigung. Wieder ein normaler Arbeitstag im Büro. Wieder haben wir die Welt nicht gerettet, aber irgendwie unseren Beitrag geleistet, dass sie sich morgen auch wieder wie gewohnt dreht.

Zu jeder Zeit hielten das Büro auf dem Textima Amt besetzt:
Raik, Toffi, Hühü, Matze, Totti, Mauke, Dave, Eric, Henry, Ken, Jenser

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. Januar 2018 um 17:03 Uhr
 
 
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