05.03.2006 - Herren I und II - BFS-Bezirksendrunde
Geschrieben von: Marc Stoll   
Sonntag, den 05. März 2006 um 01:00 Uhr
BFS-Bezirkspokal-Endrunde in Chemnitz

Hallo Textima BFS-Pokal Yacht-Crew! Nach einem erfolgreichem Verlauf des gemeinsamen Vorrunden-Manövers, der Sportbootsbesatzung "Tex I" und der Flaggschiffsbesatzung "Tex II", sollte nun bei der Regatta am 05.03.2006, Kurs auf den BFS-Qualifikations-Hafen genommen werden. Die extra für den BFS-Pokal gebaute Textima-Yacht sollte jedoch ihren Bestimmungshafen nicht erreichen. Die Lag es an der nun aufkommenden Frage, ob der Befähigungs- und Berechtigungsnachweis des Skippers "Achims" (Sportbootführerschein) ausreiche, um eine solche Yacht mit Schwenkkiel und zwei Doppelrudern führen zu können!? Die Textima-Yacht überzeugte von ihrem Design und von der ausstrahlenden Macht sowie der scheinbaren manövrierfähigen Sportlichkeit. Schon beim Entgegennehmen und der Begrüßung der Textima- Yacht im "Hartmannhallehafen" meinten alle angereisten Skipper, neben einem OH-LA-LA, dass das Manövrieren mit dieser Yacht nicht ganz einfach sei. Nicht einfach war allerdings eine massive Untertreibung. Die Yacht war in Ihren Reaktionen mit solch starkem Motor schlicht schwer steuerbar. Nun, mit dem Ausruf des Steuermanns: Textima: "volle Kraft voraus!" legen wir unter Vollgasschub ab. Es gelang einfach nicht die Kräfte so zu bündeln, dass ein Abdriften, hervorgerufen durch starke Winde und Strömungen, verhindert werden konnte. Mit moderatem Querwind treiben wir quer durch das enge Fahrwasser und bringen die Yacht einfach nicht rum. Weder nach Steuerbord, noch nach Backbord. Unter ständiger Beobachtung der anderen Teilnehmer der Regatta, versuchte die Textima-Yacht - Besatzung in Ihrer Aufstellung mit Skipper Achim, Kevin, Steffen, Fuchs; Ronny, Andy, Nico, Thomas, Martin, Gunnar, Klaus, dieser aufgezwungenen Kursabweichung, entgegen zu wirken. Das Yacht-Team bemühte sich ständig um ein gutes Klima. Der Bezeichnung "Team" kommt eine große Bedeutung zu! Ergänzendes zur Yacht Nach eigener Einschätzung bleibt die Feststellung, dass dieses Textima-Schiff bei einer Bootsaustellung, samt Besatzung, sicher gekauft würde. Allein schon dank des bestechenden Design und Leistung. Mit dem Wissen, das noch viel mehr machbar ist, freu ich mich jetzt schon auf's nächste gemeinsame Manöver. Es konnte kein einzelner Schuldiger gefunden werden. Wie auch! Ich war doch fast immer draußen. grins :-)

Klaus

Achim schreibt folgendes dazu: Wir waren an diesem Tag wirklich bestens besetzt, die Kernfrage: Die 2 Tex-Teams einzeln (mit Ergänzungsspielern aufgestockt, wie in der Vorrunde) oder die Kräfte-Bündelung (nach bestmöglichem Ermessen, die Besten, bzw. tagesformstärksten Spieler aufzustellen) stand von Anfang an zur Debatte. Klaus, Steffen und das "heissere Sprachhrohr" Achim brüteten Aufstellungen aus. Es gelang uns jedoch nicht, mehr aus dem Team rauszuholen, neutrale Zuschauer von aussen analysierten eine ungenügend gutes Zusammenspiel: Vor allem Hinten auf langer Sechs gab es während der Annahme und bei der Abwehr Zuordnungsprobleme, obwohl Libero Nico bei seinen Einzel-Rettungsaktionen hervorragendes leistete. Man braucht eben mal 1-2 Spiele vorher um so eine neue Spielerabstimmung zu optimieren. Das 1. Spiel gegen MsG Chmz. war das Schlüsselspiel das Tages. Der 1. Satz ging weg. Obwohl wir alle wussten, das es eine "Überraschungsmannschaft" ist, konnten wir nicht so aufspielen, wie bei anderen starken Gegner (USG oder Helberdorf) machen würden. Im Hinterkopf war immer noch " Das kiegen wir noch locker hin ...". Den 2. Satz gewannen wir knapp, im 3. Satz war für uns der Rückstand von 3:7 bei einem 15er Satz nicht mehr zu aufzuholen, zumal sich nun noch subjektive Einfach-Fehler einschlichen. Die Enttäuschung war riesig, Steffen brachte uns jedoch Linderung, mit der Nachricht, das es im Kreuzspiel nicht gegen Helbersdorf I ging, sondern Tanne Thalheim zu knacken ist. Bei Tanne spielte ein "illegaler Falschspieler" mit, der jedoch kurz vor Spielbeginn entlarvt wurde, da er sein eigenes Geburtsdatum nicht wußte. Tanne war trotzdem zu sechst und durfte spielen. Eigenlich hätte Tanne in der Vorrunde durch diesen Vorfall auf Platz 3 gemusst, aber der Ausrichter reagierte nicht, wir verzichteten aut den Protest. Das war ein Fehler, denn Tanne spielte wie gestochen gegen uns (ihr bestes Spiel an diesenm Tag, wie sie uns später sagten). 2:0 gingen wir unter - ein knappes Spiel, aber leider gegen uns. Nun war alles aus - es ging nur noch um Platz 5-8. Um Platz 5/6 ging es gegen die USGI, wir konnten wieder unsere mit Einzelfehlern gespickte Abstimmung nicht optimieren und verloren. Am Ende gab es für uns nur den Platz 7 von 12 - unser bisher schlechtestes Ergebnis, keine Qualifikation zur Sachsenmeisterschaft erreicht, einmalig seit Bestehen des BFS-Pokals. Nun gut, man kann nicht immer vorne sein.
Aber nun noch eine Sache, die unbedingt genannt werden muss. Nach dem AUS auf Platz 7 hatten wir ein "Freispiel", da Gornsdorf verzichtete. Thomas und Roger meldeten sich zuvor bei mir ab und gingen mit den anderen duschen. Danach waren fast alle weg, ein Notschiedsgericht, bestehend aus Achim, Steffen, Klaus und Martin pfiff das letzte Rundenspiel. Beim Finale (Helbersdorf unterlag Antonsthal mit 0:2, MsG wurde 3. vor Tanne Th.) war nur noch Steffen, Achim, Klaus da. 10 min später zur Siegerehrung ging ich alleine vor, um die Urkunde in Empfang zu nehmen. ... Das war an diesem Tag, die absolut schwache Leistung, finde ich, bei einer Chemnitzer Vorzeigemannschaft, und das ist nun mal Textima-Süd nach wie vor, ist das miserabel und enttäuschend für mich persönlich. Was wäre gewesen, wenn wir im großen oder kleinen Finale gespielt hätten, wo wäre da die Mannschaft? - sie wäre natürlich da gewesen, um den Rum und Ehre zu ernten. Niederlagen gehören auch zum Leben und machen ein Team zum Team. Denkt mal drüber nach.

Achim (aber das Foto ist wenigstens gut geworden)


 
 
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