07.01.2006 - Damen I - SG Adelsberg II & VSV Wurzen
Geschrieben von: Marc Stoll   
Samstag, den 07. Januar 2006 um 01:00 Uhr
7. Spieltag der Sachsenklasse West

Nachdem beim letzten Spieltag vor der Weihnachtspause die gesetzten Erwartungen nicht erfüllt und beide Spiele mehr oder weniger deutlich verloren wurden, musste nun endlich etwas Handfestes gegen die drohende Abstiegsgefahr unternommen werden. Zumal zum jetzigen Zeitpunkt immerhin noch 9 Spielerinnen spielbereit anwesend sind, diese Zahl sich aber gen Saisonende durchaus auf 7 absenken kann. (Das entspreche damit der Hälfte der Spielerinnen, über die in der Vorsaison "verfügt" werden konnte.) Aber soweit sind wir noch nicht, daher müssen wir jetzt wertvolle Punkte sammeln.
Kurze Übersicht: In den heutigen Spieltag gingen wir mit einem Tabellenplatz 7, 6:10 Punkte. Uns begegnete zuerst mit der 2. Mannschaft der SG Adelsberg der Tabellenzweite (10:6 Punkte), danach mit dem VSV Wurzen der Viertplatzierte (8:8 Punkte) Das erste Spiel wurde bei vorhergehenden Diskussionen als schwieriger eingestuft, aber auch der zweite Gegner durfte auf keinen Fall unterschätzt werden. Entsprechend wurden mehrere taktische Möglichkeiten konstruiert, die aber zum Großteil ungenutzt in der Schublade liegen blieben. Es ging nämlich auch so.
Jetzt muss ich dazu sagen, dass mir bereits zum Staffeltag vor Saisonbeginn daran gelegen war, diesen Spieltag nicht auf dem 7.1. zu belassen. Meine damalige Begründung "So kurz nach Silvester...!" wurde besonders von der anwesenden Adelsbergerin als nicht stichhaltig abgewiesen. Hätte sie zu diesem Zeitpunkt ihre Glaskugel am Start gehabt, hätte sie der Verlegung sicher zugestimmt... offensichtlich hatten nämlich wir die Feiertage besser verkraftet. Für uns stand schon vor dem Weihnachtsfeste fest, eine möglichst gute Form über die zweiwöchigen staatlich verordneten Ferien zu retten (und damit meine ich hauptsächlich die spielerische Form, obwohl es in diesem Sinne natürlich auch gilt, die jeweiligen Körperformen über diese kalorienhaltigen Tage zu bewahren). Also wurde ein "Nottrainingsprogramm" ins Leben gerufen, dass zumindest minimale volleyballerische Aktivitäten während dieser zwei Wochen gewährleisten sollte.
Das Vorgehen des amtierenden Hausmeisters, das Schloss unserer Turnhalle auszutauschen und uns somit aus selbiger nachhaltig auszusperren, war so im Vorfeld nicht antizipiert worden und erwies sich nach der Umsetzung als durchaus kontraproduktiv. Dadurch bedingt konnten wir nämlich erst wieder am 3.1. den Wirkbetrieb aufnehmen. Zweimal Training, dann das Punktspiel.
Die Spielerinnen der SG Adelsberg hatten scheinbar eine noch längere Zeit nicht in dieser Formation zusammen trainieren können, außerdem mussten sie aus Krankheitsgründen auf ihre Kapitäns-Zuspielerin verzichten. Diese Position wurde allerdings von einer anderen Spielerin ansprechend ausgefüllt. Zusammenfassend kann man sagen: Adelsberg an diesem Tag nicht ganz so feldabwehr- und angriffsstark wie erwartet, Aufschläge aber nach wie vor oberes Niveau. Wir: Konzentriert in der Annahme, hoch und angemessen dicht im Block, mit zunehmender Spieldauer im besser in der Feldabwehr, leider noch teilweise zu wenig zwingend im Angriff. Teilweise sehr sinnvolle Versuche, das "drücken-legen-tatschen-Spiel" der Gäste zu kopieren und gegen sie selbst anzuwenden. In der Summe: 3:0 für uns (26,18,19). Adelsberg litt z.T. noch sichtlich "unter unverdauten Weihnachtsgänsen" (Zitat eines unbeteiligten Zuschauers). Ich werde aber vor Beginn der nächsten Saison erneut vorschlagen, nach der Weihnachtspause längere Zeit verstreichen zu lassen.
Teil zwei des Tages: Wurzen. Sehr stark in der Annahme (die Bälle blieben regelrecht stecken), wie erwartet stark in der Feldabwehr. Vom Angriff her in der Summe auf jeden Fall schlechter als wir. Leichtere Aufschläge im Vergleich zu Adelsberg, die machten uns aber trotzdem immer wieder zu schaffen. Mit fortschreitender Zeit immer stärkerer Block. Bei uns bekam mit Beginn des zweiten Spieles Claudi (1) die Zuspielverantwortung aufgetragen. Leider war für das Trainergespann Stoll/Ruggaber trotz verschiedener guter Aktionen ihrerseits schnell sichtbar, dass sie in den vergangenen Wochen kaum zum Volleyball spielen kam.
Mit Beginn des 2. Satzes wurde daher wieder Mela aufs Spielfeld gestellt, die bereits gegen Adelsberg eine gute Figur machen konnte und den anderen Spielerinnen nun auch mehr Sicherheit in diesem Spiel geben sollte. Unser Mittelangriff war wie bereits im ersten Spiel mit Heike und Katja gut bestückt, die Diagonalposition wurde von Anja routiniert gespielt. Die Außenangriffspositionen wurden situations- und bedarfsgerecht mit zwei Spielerinnen aus dem Spielerpool, bestehend aus Susi, Julia und Carola, besetzt. Uli glänzte mit ihrer Interpretation des Themas "Libero". Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung aller beteiligten Spielerinnen konnte nach dem Verlust des ersten Satzes trotzdem noch ein kämpferisches 3:1 (-23,22,17,20) erwirtschaftet werden, wobei im 3. und 4. Satz zwischenzeitlich sogar eine 12-Punkte-Führung zu unseren Gunsten bestand.
Dieses vom Ergebnis her kaum zu toppende Wochenende brachte uns damit von Platz 7 auf 5, 10:10 Punkte und 19:19 Sätze. Um aber dem Abstieg nachhaltig von der Schippe zu springen, müssen aber noch mindestens drei Siege her. Und da - wie bereits am Anfang dieses Textes erwähnt - es nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Spielerinnen noch weiter sinkt, sollte dies möglichst rasch geschehen. Das Nahziel ist also klar: An den nächsten beiden Spieltagen (gegen Oelsnitz und Markkleeberg) müssen im Idealfall zwei Siege her.

marc
 
 
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