07.02.2009 - Damen I - SV Reudnitz
Geschrieben von: Marc Stoll   
Montag, den 09. Februar 2009 um 10:34 Uhr
An Tagen wie diesem wünscht man sich, einfach nicht aufgestanden zu sein.

Eigentlich fing ja alles ganz gut an - die Sonne schien bei strahlend blauem Himmel. Gut - es stand schon fest, dass Anne und Anja aus gesundheitlichen bzw. priv. Gründen nicht mitfahren könnten, aber sonst schienen eigentlich alle wieder einigermaßen auf dem Posten zu sein. Das Elend des Tages nahm dann seinen Lauf, als Mela sich zu Hause aussperrte und es sie einiges an Nerven, fremde Hilfe und Geld kostete, um sich noch für's Auswärtsspiel vorzubereiten. Eine gewisse nervliche Zerstreuung dürfte dann wohl auch den einen oder anderen Traumpass gekostet haben.
Mit unserem Minikader von 7 Leutchen tingelten wir also dann mal wieder die allseits beliebte B95 nach Leipzig um die Tagesaufgabe gegen die laut Papier schlechteren Reudnitzerinnen anzugehen. Und die sollte sich als ganz schön schwer herausstellen. Hauptproblem war wohl die wunderschön anzusehende aber ebenso schwierig zu spielende Sporthalle Wittenberger Straße. Die große Zweifelderhalle mit riesigem Rundbogendach, indirekter Beleuchtung und schallernder Akkustik erfordert viel Erfahrung und Gewöhnung. Besonders bei Annahmen, Pässen und dem Anlauf-Timing kamen die meisten von uns heute nicht gut damit zurecht. Dann wurde vom Trainer auch noch ein kleiner Fehler eingebaut (Uli wurde nicht als Libero sondern als Feldspielerin eingesetzt und hat da natürlich die Trikotnummer 11 statt der 10), der leider erst beim Versuch des einzig möglichen Wechsels aufgefallen ist. So musste dann mal kurzfristig noch mit Tape nachgeholfen werden, da die Schiedsrichter leider einer Korrektur im Protokoll nicht zustimmen wollten. Die ganze Aktion hat sicherlich auch nicht gerade zur Beruhigung im Team beigetragen. Asche auf meine Haupt...
Die ersten zwei Sätze gingen scheinbar vollkommen an uns vorbei. Der Spielrhythmus wurde im Wesentlichen von den Gastgeberinnen vorgegeben und es gab viel zu wenige eigene klare Angriffe. Die Meisten Schläge landeten in der Diagonalen und wurden dort vom Feinsten verteidigt. Das die Sätze nicht deutlicher ausgingen ist nicht zuletzt auch den diversen Eigenfehlern des Gegners zu verdanken gewesen. Auch im Block gelangen insgesamt deutlich weniger erfolgreiche Aktionen, wie man es sonst schon gesehen hat.
Als dann auch der dritte Satz scheinbar schon zu entgleiten drohte (8:13), raffte sich das Team noch einmal zusammen und erkämpfte sich einen erstaunlich deutlichen Satzgewinn (25:20). Mit einigen Auf- und Abs konnte der Schwung bis weit in den 4. Satz gerettet werden (zwischenzeitliche 9-Punkte-Führung). Doch dann machte sich wieder das gleiche Chaos auf dem Feld breit wie am Anfang. Die Annahmen wurden schlechter, Dankebälle konnten nicht mit ausreichender Wucht verwertet werden und so machte der Gegner Punkt um Punkt gut. Trotz allem konnten wir uns erfolgreich in den Tiebreak retten.
Hier gab es dann aber nicht mehr viel zu holen. Wie liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher und verloren den Satz und das Spiel - ja man muss es so deutlich sagen - vollkommen zu Recht. Wir waren heute einfach nicht in der Lage, unser Spiel selbst zu gestalten, Druck mit Aufschlägen zu machen, Dankebälle hinreichend gut zu verwerten usw.
Solche Tage gibt es leider. Da kann man nix machen. Es kommen auch wieder bessere. Zum Glück haben wir ja nun schon oft genug bewiesen, dass wir es auch deutlich besser können.

Noch etwas Gutes zum Schluss: Durch den 3:2 Sieg der Adelsbergerinnen im Anschluss ist der sportliche Nichtabstieg quasi amtlich, denn neben VCO (der nicht absteigen kann) sind damit 3 Teams in der Tabelle hinter uns, egal wie unsere letzten Punktpsiele verlaufen werden. JUBEL !!!

...Schmied
 
 
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